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Wissenswertes - Fachbegriffe aus der Terraristik

Autor : Stefan Oberbiermann; zum Teil Jörg Ratzel

1,2,4 Geschlechtsbeschreibung, die erste Zahl zeigt, wie viele Männchen, die zweite wie viele Weibchen und die dritte Jungtiere mit unbestimmten Geschlecht. In diesem Beispiel: 1 Männchen, 2 Weibchen, 4 Jungtiere

Adaption das Tier passt sich seiner Umgebung an

Adult geschlechtsreifes und erwachsenes Tier (siehe auch Juvenil und Semiadult)

Arboricol kletternd. Echsen, die überwiegend auf Bäumen oder Sträuchern leben

Arid trocken - d.h. bei diesem Klima ist die Verdunstung während des Jahres größer als die Niederschlagsmenge (Trockengebiet)

Autonomie Selbstverstümmelung, die Fähigkeit zahlreicher Tiere bei Gefahr Teile des Körpers abzubrechen, um den Fressfeind zu täuschen und um selbst fliehen zu können.

Biotop natürlicher Lebensraum einer Tier- oder Pflanzenart

Carnivor Fleischfressende Reptilien (siehe auch Karnivor)

Diurnal tagaktiv

Dorsal zum Rücken gehörig, den Rücken betreffend; als anatomische Lagebezeichnung: auf der Rückenseite (siehe auch Lateral und Ventral)

GL Gesamtlänge des Tieres, von der Schnauze bis zur Schwanzspitze (siehe auch KRL und SL)

Habitat der Ort, an dem eine Tierart regelmäßig anzutreffen ist; natürlicher Lebensraum

Hemiklitoris (taschen) Geschlechtsorgan des Weibchens

Hemipenis (taschen) Geschlechtsorgan des Männchens

Herbivor Pflanzenfressende Reptilien (siehe auch Karnivor und Omnivor)

Herpetologie Lehre von den Amphibien und Kriechtieren

Humid niederschlagsreich, feucht

Hygrometer Feuchtigkeitsmesser; damit wird die Luftfeuchtigkeit im Terrarium gemessen

Juvenil Jungtier, nicht geschlechtsreif (siehe auch Adult und Semiadult)

Karnivor Fleischfressende Reptilien (siehe auch Herbivor und Omnivor)

Kloake die gemeinsame Körperöffnung zur Entleerung von Stoffwechselprodukten und Fortpflanzung bei Reptilien

Kopfnicken Territorialverhalten; oftmals bei Männchen zu beobachten

KRL Kopf-Rumpf-Länge; Länge von Schnauze bis Kloakenspalt (siehe auch GL und SL)

Lateral seitlich

Nomenklatur das System der Fachbezeichnungen auf einem Wissensgebiet; wissenschaftliche Vergabe von Namen

Omnivor Fleisch- und Planzenfressende Reptilien

Ovipar eierlegend (siehe auch Ovovivipar und Vivipar)

Ovovivipar eierlegend, allerdings direkt nach der Eiablage schlüpfen die kleinen Jungtiere schon (siehe auch Ovipar und Vivipar)

Präanalporen Vergrößerte, vor dem Kloakenspalt angeordnete Schuppenreihe. Geschlechts- bzw. artspezifische Ausbildung von porenartigen Öffnungen in oftmals vergrößerten Schuppen (reihen) vor dem Analspalt mit weitgehend ungeklärter Funktion bei Echsen.

Präanalschuppen Vergrößerte, vor dem Kloakenspalt angeordnete Schuppenreihe. Diese ist bei den Männchen stärker ausgeprägt

Präanofemoralporen Schuppen die den Präanalporen ähnlich sind, aber im Gegensatz zu diesen bis auf die Unterseite der Schenkel ausgedehnt sind.

Quarantäne Absonderung von Infektionskranken oder -verdächtigen Reptilien in einem Quarantäneterrarium. Es soll das Verbreiten von Infektionskrankheiten hemmen.

Regenerat nach dem Abwurf nachwachsendes Körperteil (bei Reptilien der Schwanz); nicht immer voll ausgebildet. (siehe auch Autotomie)

Semiadult Übergang in die Geschlechtsreife (siehe auch Adult und Juvenil)

Semiarid Sonderform vom aridem Klima, in dem in weniger als der Hälfte des Jahres die Niederschläge größer als die Verdunstung sein können

Sexualdichromatismus Auftreten verschiedener Färbungen bei Männchen und Weibchen einer Art.

Sexualdimorphismus Die äußere Verschiedenheit (Gestalt und/oder Färbung) der Geschlechter einer Art.

SL Schwanzlänge; Länge von Kloakenspalt bis Schwanzspitze (siehe auch GL und KRL)

Taxonomie Beschreibung, Benennung, Zuordnung

Thermoregulation Steuerung der optimalen Körpertemperatur durch Abkühlen oder Aufwärmen

UV (UV-Licht) Ultraviolette Lichtstrahlung für den Menschen unsichtbar

UV-A Wellenlänge 320-400nm; sie aktiviert und ernährt die Haut, wodurch sie unter anderem eine gesunde Farbe erhält

UV-B Wellenlänge 280-320nm; sie ist für die Umwandlung des Provitamin D in das Vitamin D3 verantwortlich und beugt Rachitis vor

UV-C Wellenlänge unterhalb 280nm; ist für alle Lebewesen gefährlich. Sie verursacht Augenprobleme und kann zu Hautkrebs führen

Ventral zum Bauch gehörig; als Lagebezeichnung bei Tieren, bauchseits

Vivipar lebendgebärend (siehe auch Ovipar und Ovovivipar)

Wadi bezeichnet ein Trockental in den Wüstengebieten Nordafrikas und Vorderasiens