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Aufzucht- und Quarantäneanlage

Autor : Jörg Ratzel

Die Bauanleitung der Aufzucht- und Quarantäneanlage erfolgt in mehreren Abschnitten bzw. Teilen. Ich möchte die Anleitung möglichst detailiert und zeitnah veröffentlichen. Sofern es mir möglich ist, werde ich alle 10- 14 Tage einen neuen Abschnitt online stellen.

 

Teil 1 : Planung

Aufgabenstellung: Die Anlage soll möglichst leicht, zerlegbar und in mehrere Einzelterrarien teilbar sein. Weiter soll die Anlage leicht zu desinfizieren sein. Das Terrarium wird aus einem Aluminiumstecksystem angefertigt. Für die Front- und Seitenteile werden 4mm Floatglas (Klarglas und satiniertes Glas) verwendet. Als Boden- bzw. Rückwandplatten werden Holzmultiplexplatten ausgewählt. Die Anlage soll 107,5cm breit, 65cm tief und insgesamt 157cm hoch sein.

 

Bauplan

Bauplan

 

 

Teil 2 : Benötigte Materialien

2.1 Aluminiumprofile:

Alu 101 = (4 x 25,0cm) + (4 x 30,0cm) + (10 x 50,0cm) + (4 x 60,0cm) + (3 x 102,5cm)

Alu 102 = (1 x 11,0cm) + (1 x 25,0cm) + (4 x 50,0cm) + (6 x 60,0cm)

Alu 104 = (8 x 11,0cm) + (4 x 25,0cm) + (4 x 43,5cm) + (8 x 50,0cm) + (4 x 60,0cm)

Alu 105 = (2 x 11,0cm) + (2 x 30,0cm) + (2 x 43,5cm)

 

Aluminiumprofile

Aluminiumprofile

 

2.2 Steckverbinder:

4 Verbinder wie Verbinder 112 (nur mit M10 Gewindebohrung)

2 Verbinder wie Verbinder 113 (nur mit M10 Gewindebohrung)

Verbinder 110 = 8 Stück

Verbinder 111 = 4 Stück

Verbinder 112 = 4 Stück

Verbinder 113 = 17 Stück

Verbinder 114 = 1 Stück

6 Stellfüße für M10-Gewinde

 

Steckverbinder

Steckverbinder

 

2.3 Holzplatten (Birke Multiplex und Siebdruckplatte) :

2 Multiplexplatten in 102,0cm x 59,7cm x 1,5cm (für die Decken)

4 Multiplexplatten in 59,5cm x 49,5cm x 0,9cm (für die Böden)

4 Multiplexplatten in 49,5cm x 43,5cm x 0,65cm (für die Rückwände)

2 Multiplexplatten in 49,5cm x 21,0cm x 0,65cm (für die Rückwand im Lichtkasten des unteren Terrariums)

1 Multiplexplatte in 102,0cm x 21,0cm x 0,65cm (für die Rückwand im Lichtkasten des oberen Terrariums)

4 Siebdruckplatten in 59,5cm x 22cm x 1,5cm (zur Trennung der jeweiligen Becken)

 

2.4 Glas (Klarglas und satiniertes Glas):

4 Stücke  Satinato 43,3cm x 59,8 cm x 4mm (Seitenteile der Terrarien)

4 Stücke  Satinato 24,8cm x 59,8cm x 4mm (Seitenteile der Lichtkästen)

4 Stücke  Satinato 23,8cm x 53,6cm x 4mm (Vordere Schiebescheiben der Lichtkästen)

4 Stücke  Floatglas (klar) 28,8cm x 26,4cm x 4mm (Schiebescheiben der Terrarien)

4 Stücke  Floatglas (klar) 49,6cm x 6,0cm x 4mm (Unterer Bereich der Terrarien)

 

2.5 Elektrik und Beleuchtung:

4 x CDM-T (HCI) Strahler in 35W von Phillips, dazu NDL- (942) Brenner

8 x Fassungen für E27- Gewinde

4 x 60 Watt- Spots

4 x Osram Vitalux

 

2.6 Sonstiges Material:

8 x 50,0cm schwarze Kunststoffführungsschiene für 4mm Glas

4 x 102,5cm schwarze Kunststoffführungsschiene für 4mm Glas

4 x Gazerahmen in 49,8cm x 59,8cm (zur Abtrennung der Terrarien zum jeweiligen Lichtkasten)

4 x Gazerahmen in 49,6cm x 5,0cm (für die Frontbelüftung)

3 x Tuben Aquariensilikon

0,5 kg Epoxydharz

 

 

Teil 3 : Zusammenbau der Aluminiumrahmen

 

Bauanleitung farbig

Farbliche Darstellung des Bauplans

Alu 101 = orange, Alu 102 = rot, Alu 104 = blau, Alu 105 = grün.

 

Die einzelnen Aluminiumprofile werden zusammengesteckt und mit einem Gummihammer in Position gebracht. Wer das Terrarium nicht mehr zerlegen muss bzw. möchte, kann natürlich mit Silikon die Verbinder an die Profile kleben.

Unteres Terrarium im Bau-1

Unteres Terrarium im Bau

 

 

Teil 4 : Einbau der Böden, Decken, Seitenteile, Front und Rückwände

4.1 Fronteinbau:

Zunächst wird das Floatglas und der Gazerahmen für die unteren Frontbereiche an die Aluminiumstege geklebt. Der Gazerahmen dient zur Belüftung von Vorne. An der Rückseite der Terrarien werden ebenfalls Luftschlitze angebracht, um einen Kamineffekt zu erzeugen.

Gaze in Aluminiumrahmen eingebaut

Gaze in Aluminiumrahmen eingebaut

 

Als nächsten Schritt werden die Glasführungsprofile angebracht. Bei allen Silikonklebearbeiten sollte man die Trocknungszeit (Aushärtungszeit) von 24 Stunden berücksichtigen.

Terrariumfront unten

Terrariumfront unten

 

4.2 Böden, Decken und Rückwände

Die Multiplexplatten werden zuerst mit Epoxydharz überzogen, um gegen Feuchtigkeit resistent zu sein. Nach Aushärtung des Harzes und ausreichender Entlüftungszeit werden die Platten mit Silikon an die entsprechenden Stellen geklebt und mit Schraubzwingen fixiert. Alternativ können auch Siebdruckplatten verwendet werden.

 

Holz Multiplex

Mit Epoxydharz behandelte Multiplexplatte

 

Unteres Terrarium mit Rückwand

Unteres Terrarium mit Rückwand und Böden

 

4.3 Seitenteile (satiniertes Glas)

Aufgrund der Terrarienkonstruktion (anderst war die Anlage nicht zu realisieren) fehlen an den Seitenteilen Aluminiumprofile, welche nachträglich mit Flachprofilen eingefügt werden.

 

Seitliche Verglasung mit satiniertem Glas

Seitliche Verglasung mit satiniertem Glas

 

Eingefügtes Flachprofil(Seite unten)

Eingefügtes Flachprofil (Seite unten)

 

Eingefügtes Flachprofil oben

Eingefügtes Flachprofil (Seite oben)

 

4.4 Gazeabdeckung (zwischen Terrarium und Lichtkasten)

An den Innenseiten der Profile zwischen Terrarium und den Lichtkästen fehlen ebenfalls Profile, welche mit Winkelprofilen (auf Gehrung gesägt) komplettiert werden.

 

Aluminiumprofile

Winkelprofile für den Gazeabdeckungsrahmen

 

Fehlendes Profil für die Gazeabdeckung

Fehlendes Profil für die Gazeabdeckung

 

Eingefügtes Profil

Eingefügtes Profil zur Auflage der Gazeabdeckung

 

Gazerahmen

Gazerahmen (Abdeckung zwischen Terrarium und Lichtkasten)

 

Gazerahmen eingebaut

EIngebaute Gazerahmen

 

 

Teil 5 : Beleuchtung

5.1 Grundbeleuchtung:

Als Grundbeleuchtung werden 4 Philips CDM-T Strahler mit jeweils 35 Watt eingesetzt. Somit steht pro Terrarium ein Strahler zur Verfügung. Der Strahler hat eine sehr gute Effizienz, was etwas später mit einem Luxmeter belegt werden wird. Für eine möglichst sonnenähnliche Lichtfarbe zu erhalten, werden NDL bzw. Leuchtmittel mit der Bezeichnung 942 gewählt.

CDM-T Strahler

Philips CDM-T Strahler 35 Watt

 

 

Bald gehts hier weiter...................................................

 

Holzterrarium

Autor : Jörg Ratzel

Die Anleitung ist lediglich in Bildern dokumentiert. Zum Bau der Rückwand verweise ich auf den unten stehenden Artikel (Bau einer Felsenlandschaft). Weitere sehr gute Informationen Rund um das Thema Terrarienbau finden Sie auf der Homepage von Christoph Bischoff.

Terrarienbau - 1

Grundgerüst

 

Terrarienbau - 2

Belüftung vorne

 

Terrarienbau - 3

Belüftung vorne - Innenansicht -

 

Terrarienbau - 4

Belüftung seitlich 1

 

Terrarienbau - 5

Belüftung seitlich 2

 

Terrarienbau - 6

Rückwand mit Styropor und Flex- Kleber 1

 

Terrarienbau - 7

Rückwand mit Styropor und Flex- Kleber 2

 

Terrarienbau -  8

Vorderansicht mit aufklappbaren Deckel

 

Terrarienbau - 9

Vorderansicht

 

Terrarienbau - 10

Anstrich der Rückwand

 

Terrarienbau - 11

Angebrachter Epoxydharz mit Sand beworfen 1

 

Terrarienbau - 12

Angebrachter Epoxydharz mit Sand beworfen 2

 

Terrarienbau - 13

Kunstfelsen aus Styropor mir Flex- Kleber, Epoxydharz und Sand überzogen 1

 

Terrarienbau - 14

Kunstfelsen aus Styropor mir Flex- Kleber, Epoxydharz und Sand überzogen 2

 

Terrarienbau - 15

Fertige Rückwand und Gazeaufhängung

 

Terrarienbau - 16

Lampenkasten - 1

 

Terrarienbau - 17

Lampenkasten - 2

 

Terrarienbau - 18

Lampenkasten - 3 (Vitalux)

 

Terrarienbau - 19

 

 

Bau einer Felsenlandschaft

Autor : Jörg Ratzel

- Styroporplatten 3cm - 5cm dick
- Styroporkleber
- Tiefengrund und flexibler Fliesenkleber
- Epoxidharz und Härter
- Farbpigmente
- verschiedene Sandarten
- Pinsel, Edding zum Einzeichnen der Struktur in die Styroporplatten

 

Zunächst habe ich die Styroporplatten mit einem scharfen Messer bearbeitet, um sie anschließend mit speziellem Styroporkleberaufeinander zu kleben. In dieser ersten Phase habe ich 2 Höhlen integriert, um möglichst viele Temperaturzonen und Versteckmöglichkeiten zu erzeugen. Nach einem Tag war der Styroporkleber getrocknet. Das die Felsenlandschaft recht realitätsnah wirkt, habe ich sie nochmals mit einem Messer nachbearbeitet. Die erste Phase war somit fertig gestellt. (Bilder 1 und 2).

Felsenlandschaft - 1

Felsenlandschaft - 1

Felsenlandschaft - 2

Felsenlandschaft - 2

In der zweiten Phase kam der flexible Fliesenkleber zum Einsatz. Der Kleber sollte recht dickflüssig aufgetragen werden. Insgesamt habe ich 3 Schichten aufgetragen. Zwischen den einzelnen Schichten muss unbedingt eine vollständige Austrocknung der letzten Schicht (2-3 Tage) gewährleistet sein.

Felsenlandschaft - 3

Felsenlandschaft - 3

Die letzte Schicht habe mit Tiefengrund angemischt. So erhält man eine sehr klebrige Masse. Das Ergebnis nach der Aushärtung sieht man auf dem Bild 4.

Felsenlandschaft - 4

Felsenlandschaft - 4

In Phase drei wurde der Epoxidharz im richtigen Verhältnis mit dem Härter gemischt, Farbpigmente eingemengt und anschließend aufgetragen. Während der Harz noch nass war, habe ich verschiedene Sandarten auf die Landschaft geworfen.Zu guter Letzt habe ich noch ein paar Kunstpflanzen integriert und die Landschaft mehrere Tage zum Trocknen und auslüften auf den Balkon gestellt. Das fertige Produkt ist auf dem Bild 5 ersichtlich.

Felsenlandschaft  - 5

Felsenlandschaft - 5